so vermeiden sie arbeitsunfälle

Erste Hilfe für einen verletzten Arbeiter durch eine Frau nach SRS-Arbeitsunfall

Wer ist nicht schon einmal gestolpert?

Für viele Menschen zählt dies eher zu den alltäglichen Zwischenfällen. In Verbindung mit Arbeitsunfällen zählt Stolpern, Stürzen und Ausrutschen zu den Quotenbringern. Kein anderer Auslöser eines Arbeitsunfalls kommt so häufig vor.

Nicht ohne Grund gehören diese sogenannten SRS-Arbeitsunfälle zu den häufigsten meldepflichtigen Arbeitsunfällen – auf Treppen, Leitern oder Gerüsten kann ein solcher Betriebsunfall besonders gefährlich werden.

Die vorläufigen Zahlen der DGUV zu den tödlichen Betriebsunfällen bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin bestätigen einen Trend, im ersten Halbjahr 2018 gab es im Vergleich zu 2017 weniger tödliche Arbeitsunfälle, doch die Zahlen sinken nur sehr langsam.

Für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist "Jeder tödliche Arbeitsunfall einer zu viel". Und dies sehen auch vermehrt die verantwortlichen in vielen Unternehmen so.

SRS-Unfälle – Stolpern, Rutschen und Stürzen sind Spitzenreiter der Unfallstatistik

Trotz der langsamen Entspannung bei den tödlich verlaufenden Arbeitsunfällen zeigt die Statistik der DGUV einen Anstieg der meldepflichtigen Arbeitsunfälle.

Aktuell steht eine detaillierte Analyse der Unfallgründe noch aus, es ist jedoch vorhersehbar, dass nach wie vor die SRS-Unfälle die Liste der meldepflichtigen Arbeitsunfälle anführen.

Simple Fehltritte sind der Auslöser schwerer Arbeitsunfälle – und dies gilt es in das Bewusstsein der Arbeitnehmer zu bringen. Laut dem Statistischen Bundesamt ist jeder 5. meldepflichtige Arbeitsunfall auf SRS-Unfälle zurückzuführen. Jährlich kommen bei Arbeitsunfällen auf Treppen mehr Menschen ums Leben als beim Motorradfahren. Dabei braucht es gerade bei diesen Berufsunfällen nur wenig Einsatz vonseiten der Beschäftigten und Sicherheitsverantwortlichen diese Unfälle zu vermeiden.

Betriebsunfälle vermeiden – Stolperfallen in Unternehmen frühzeitig erkennen

Die grundlegende Verantwortung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten im Betrieb trägt der Unternehmer. In größeren Betrieben ist eine Delegation der Verantwortung vom Unternehmer an betriebliche Vorgesetzte möglich (Pflichtenübertragung). Dies schließt auch Präventionsmaßnahmen gegen SRS-Unfälle ein.

Die Basis dafür ist eine aussagefähige Gefährdungsbeurteilung:

  • Zustand von Böden und Treppen (technisch)
  • Regelmäßige Kontrolle
  • Dokumentation der Instandsetzung
  • Einteilung der Beurteilung in Risikoklassen
  • Festlegung von Präventionsmaßnahmen

Die Gefährdungsbeurteilung schließt neben den Gebäuden, Büros und Produktionsstätten das gesamte Firmengelände inklusive aller Wege und Parkplätze ein und dies zu jeder Jahreszeit.

Stolpern über Kanten ist ein weiteres Unfallrisiko

Stolperkanten sind eine weitere Ursache für Stürze. Meist liegen die Gründe für das entstehen von Stolperfallen in baulichen Veränderungen (Neu- und Anbauten). Besonders für neue Mitarbeiter und Fremdfirmen sind sie ein erhöhtes Risiko. Hier gilt es die entsprechenden Risiken zu orten und deutlich kenntlich zu machen. Weitere Aspekte die in der Prävention bedacht werden müssen, sind unangepasste Beleuchtung und rutschige Trittflächen auf Treppen und Rampen.

Weniger Unfallrisiko durch passendes Schuhwerk

Würden Sie mit Flip-Flops eine Baustelle betreten? Sicher nicht.

Arbeitsunfälle durch Umknicken oder Ausrutschen lassen sich durch passende Arbeitsschuhe deutlich verringern. In Kombination mit angepasstem Verhalten tragen diese Maßnahmen deutlich zu mehr Arbeitssicherheit bei.

Oft werden Stolperfallen, Rutschgefahren oder Beinahe-Unfälle nicht ernst genommen und runtergespielt “Da muss man halt besser aufpassen“. Hier muss in den Unternehmen mehr Aufklärung und Sensibilisierung der Mitarbeiter erfolgen. Das sofortige melden von Beinahe-Unfällen hilft Gefahren zu erkennen und ernsthafte künftige Arbeitsunfälle mit Langzeitfolgen auszuschließen.

Eine grundlegende Sensibilität für das Thema “Arbeitsunfälle verhindern“ ist notwendig, um sich verantwortungsvoll zu verhalten. Dazu gehört, andere auf unangepasstes Verhalten aufmerksam zu machen und sich selbst vorbildlich zu verhalten. Selbst einmal belächelt zu werden, tut nicht weh, ein Treppensturz, weil man sich nicht am Handlauf festgehalten hat schon.

Eine regelmäßige Kommunikation mit dem Fokus auf SRS-Unfälle für alle Beschäftigten, die Umsetzung geeigneter Präventionsmaßnahmen und eine fundierte Gefährdungsbeurteilung hilft Arbeitsunfälle deutlich zu verringern, Fehlzeiten zu vermeiden und den Beschäftigten das höchste Gut – ihre Gesundheit – zu erhalten und bleibende Schäden zu verhindern. Arbeitsbeispiel für eine Kampagne gegen SRS-Unfälle.

Kommunikationsthemen sind:

  • Auf sich und andere achten
  • Vorgeschriebene Verkehrswege benutzen
  • Keine abgesperrten Bereiche betreten
  • Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz halten
  • Verunreinigungen direkt beseitigen oder warnen
  • Mit gutem Beispiel voran gehen
  • Mehr Achtsamkeit bei Routinearbeiten
  • Verantwortungsvolles Verhalten

Arbeitsbeispiel für eine breit angelgte Kommunikationskampagne für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit bei Ferrero Deutschland

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